Dessau-Roßlau: RECHTE-Aufmarsch nach Attacke auf Neonazis / 14 Jährige Nazigegnerin angegriffen

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Am Samstagabend attackierten Vermummte in Dessau-Roßlau eine Gruppe Neonazis, die von einem Aufmarsch in Magdeburg heimkehrten. Drei der Angegriffenen sollen erheblich verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert worden sein. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.

Rechte Gruppen machen daraus einen versuchten Mord und solidarisieren sich mit ihren attackierten Kameraden.

Im Rahmen einer Spontanversammlung am späten Sonntagnachmittag versammeln sich ungefähr 150 Neonazis aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen am Ort der gestrigen Attacke am Roßlauer Bahnhof. Die Stimmung ist hochaggressiv. Ein Mann, der offenbar zu der gestern attackierten Neonazigruppe gehörte, ergriff das Wort. Er sieht den Angriff auf ihn und seine Kameraden als „Kriegserklärung“.

Eine 14 Jährige Passantin wurde am Rande des Aufmarsches angegriffen, weil sie ein T-Shirt mit der Aufschrift „FCK NZS“ trug. Die Jugendliche wurde von einem schwarz gekleideten Mann zu Boden geworfen und dabei leicht verletzt. Anzeige wurde erstattet.

Eine bekannte Sprecherin des „Patriotischen Köthen“ sah den Angriff auf die Jugendliche mit Genugtuung. In einem Redebeitrag hetzte die extrem rechte Aktivistin, dass es „richtig“ gewesen sei, der „Dreckszecke“ vor „den Kopf zu geben“.

In diesem Sinne stimmte auch der Hildesheimer Neonazi Dieter Riefling ein: „Wer sich uns entgegenstellt wird umgerannt und vernichtet.“

Die Polizei war unterbesetzt und konnte nur notdürftig das Versammlungsgeschehen absichern. Journalisten wurde deshalb der Rat gegeben sich besser zurückzuziehen. Zuvor hatten Versammlungsteilnehmende gegen eine Gruppe Fotografen gepöbelt.

Anschließend zog der RECHTE-Marsch mit Fackeln durch Roßlau.

Fotodoku hier:

2019.01.20 Dessau-Rosslau Aufmarsch DIE RECHTE (11)

 

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2 Kommentare zu „Dessau-Roßlau: RECHTE-Aufmarsch nach Attacke auf Neonazis / 14 Jährige Nazigegnerin angegriffen“

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