Rathenow: Extrem rechtes Bürgerbündnis startete in neue Veranstaltungssaison

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Fahnenappell in Rathenow: Das Bürgerbündnis startete  in die nächste Veranstaltungssaison

In Gelbwesten gehüllt und von Fahnen des Bundes, der Republikaner und anderer Bewegungen flankiert, startete die extrem rechte Vereinigung „Bürgerbündnis Havelland“ am Montagabend mit einer stationären Kundgebung in Rathenow  in die Veranstaltungssaison  2019.  Dreizehn hartnäckige Sympathisierende hatten sich dazu bei Wind und Temperaturen um den Gefrierpunkt auf dem – um diese Uhrzeit – recht unbelebt wirkenden Märkischen Platz eingefunden.

Der Trostlosigkeit zu wider ertönte zum offiziellen Versammlungsbeginn erst einmal die „Märkische Heide“, der dann alsbald der erste Redebeitrag folgte.

Erster Redner war der Vereinsvorsitzende und Republikaner-Landeschef Christian Kaiser. Er äußerte sich in einem ungefähr 24 minütigen Beitrag zu Themen, die ihn in letzter Zeit bewegten. Unter anderem solidarisierte sich Kaiser mit einer gegen die Presse gerichtete Aktion der „Identitären Bewegung“ oder hielt beispielsweise einen Monolog darüber, warum er Fördermitglied der AfD wurde, wenig später aber wieder austrat und nun bei den Republikaner ist.

Als Landeschef der Reps und Vereinschef des Bürgerbündnisses stellte Kaiser so dann seine weiteren Planungen für die kommenden Wahlen 2019 in Brandenburg vor.

Auf Landesebene sollen beispielsweise nur die Republikaner antreten. Dazu benötigt die Partei aber zunächst einmal 2.000 Unterstützungsunterschriften.

Auf Kreisebene (Landkreis Havelland) soll es eine gemeinsame Liste Republikaner / Bürgerbündnis Havelland geben.

Für die Wahl zu Stadtverordnetenversammlung in Rathenow sei ähnliches geplant. Hier soll die Liste der Republikaner und des Bürgerbündnisses aber auch zusätzlichen Platz für „freie Bürger“ enthalten. Kaiser bekräftige zudem, sich als Kandidat aufstellen zu lassen.

Ähnliche Ambitionen hat auch Wolfgang Hoppe. Der Chemtrail-Experte des Bürgerbündnisses erklärte außerdem, dass er seit kurzem stellvertretender Vorsitzender der Brandenburger Republikaner sei. Weiterhin schwadronierte Hoppe minutenlang über den Begriff „Volksgemeinschaft“ und dass er darin nichts Negatives sehe.

Als letzter Redner verkündete dann Ralf Maasch recht überraschend, dass er aus dem „Bürgerbündnis Havelland“ ausgetreten sei. Seine politische Heimat läge nun in der AfD. Dort sei Maasch jetzt offiziell Mitglied.

Anschließend endete das abendliche Trauerspiel auf dem Märkischen Platz – wie üblich –  mit dem Abspielen des dreistrophigen „Deutschlandliedes“.

weitere Fotos hier:

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