Potsdam: Antirassistische Demonstration zum Prozessauftakt gegen Nauener Neonazi-Zelle

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An einer antirassistischen Demonstration in der Potsdamer Innenstadt beteiligten sich am Mittwochabend ungefähr 150 Menschen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Rassismus beim Namen nennen: Gegen Terror und den deutschen Normalzustand“.

In Redebeiträgen wurde auch auf die Machenschaften der Nauener Neonazi-Zelle eingegangen. Deren Anführer und fünf seiner Kameraden müssen sich nämlich ab Donnerstag, den 24. November 2016, vor dem Potsdamer Landgericht, u.a. wegen schwerer Brandstiftung verantworten. Der Gruppe wird u.a. zur Last gelegt im August 2015 eine bezugsfertige Notunterkunft für Flüchtlinge in Nauen durch einen Brandanschlag zerstört zu haben.

Der mutmaßliche Anführer der Neonazizelle, der NPD Stadtverordnete Maik Schneider aus Nauen, besuchte in Potsdam eine Abendschule. An dieser Bildungseinrichtung führte auch die Demonstrationsroute vorbei. Vor dem Gebäude wurde eine Zwischenkundgebung durchgeführt. In einem Beitrag kritisierte eine Rednerin die Gleichgültigkeit der Schulleitung gegenüber den Aktivitäten des seit Jahren bundesweit aktiven Neonazis.

Ein weiterer Redner bezweifelte die Symbolwirkung des Prozesses gegen die mutmaßlichen Mitglieder der Nauener Neonazizelle. Das eigentliche Problem heiße Rassismus. Und der sei nicht nur in einer kleinen Gruppe krimineller Neonazis vorhanden, sondern zeige sich wieder in großen Teilen der Gesellschaft.

Fotos:

2016.11.23 Potsdam Antifa-Demo (10)
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