Burg bei Magdeburg: Dritter rechter Marsch gegen „Asylmissbrauch“

Titel

An einer Versammlung der Socialmedia-Initiative „Burg gegen Asylmissbrauch“ beteiligten sich am frühen Sonntagabend ungefähr 170 Personen aus den sachsen-anhaltinischen Landkreisen Jerichower Land, Stendal und Anhalt-Bitterfeld sowie den kreisfreien Städten Magdeburg und Dessau-Roßlau. Einzelne Teilnehmer_innen waren aber auch aus Niedersachsen, dem brandenburgischen Potsdam sowie aus Berlin angereist.

Obwohl die Versammlung als „bürgerliche“ Protestveranstaltung konzipiert war und der Versammlungsleiter kurz vor Beginn des Aufzuges explizit darauf hinwies, dass bestimmte Parolen nicht gerufen werden sollten, folgten wenig später eben genau jene Slogans. Mehrfach wurden beispielsweise die Neonaziparolen „Nationaler Sozialismus jetzt“, „Frei, Sozial, National“ und ähnliches angestimmt. Darüber hinaus wurden einige Schwarz-Weiß-Rote Fahnen und einschlägige Symbolik gezeigt.

Am Bahnhof und am Marktplatz wurden mehrere Redebeiträge, u.a. durch Sebastiano Graziani (Berlin), Ingo Zimmermann (DIE.RECHTE, Burg) und Christian Müller (PO-GI-DA, Potsdam), gehalten. Inhaltlich wurden hauptsächlich vermeintliche sexuelle Übergriffe durch Flüchtlinge in Burg und Magdeburg, die „Islamisierung des Abendlandes“ sowie Politik der Bundeskanzlerin thematisiert. Qualitativ gingen die Reden allerdings nicht über das Stammtisch-Niveau hinaus.

Gegen den rechten Aufmarsch protestieren ungefähr 120 Menschen an der Stadthalle sowie in der Nähe des Rolandplatzes. An der Veranstaltung an der Burger Stadthalle nahmen auch Flüchtlinge teil.

Fotos:

2016.01.31 Burg rechte Demo und Proteste (59)
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