Leipzig: Neonaziaufmarsch in Connewitz blieb Illusion

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Ungefähr 140 Neonazis aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Berlin und Niedersachsen sind am heutigen Nachmittag knapp 600m durch die Südostvorstadt von Leipzig marschiert. Die Versammlung war ursprünglich als „Sternmarsch“ dreier verschiedener Organisationen geplant, wurde jedoch bereits im Vorfeld zu einer Veranstaltung zusammengefasst. Die Marschroute wurde dabei durch ein massives Polizeiaufgebot abgegrenzt. Dennoch gelang es einzelnen Gegendemonstrant_innen immer wieder auf die Route zu gelangen und den Marsch kurzzeitig zu blockieren oder zu behindern.

Wendepunkt des Neonaziaufmarsches war dann der Albrecht-Dürer-Platz. Eine Fortsetzung des Aufzuges über Arndt- und Karl-Liebknecht-Straße zu ihrem eigentlich Ziel, Leipzigs alternativem Stadtviertel Connewitz blieb den Neonazis jedoch verwehrt. Vor allem entlang der Karl-Liebknecht-Straße hatten mehrere tausend Menschen die Straßen blockiert. Dabei kam es auch zu mitunter schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei. Barrikaden aus Baumaterial und brennenden Müllcontainern wurden errichtet und einzelne Scheiben eingeschlagen. Die Polizei setzte dagegen Wasserwerfer und Räumpanzer ein. Dutzendfach wurden auch Tränengasgranaten abgeschossen. Einzelne Gegendemonstrant_innen griffen wiederum Beamt_innen mit Pflastersteinen und Flaschen an.

Fotos:

2015.12.12 Leipzig Neonaziaufmarsch und Proteste (123)
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