Havelland/Potsdam/Mittelmark: Hasspropanda, Übergriffe auf Flüchtlinge und Angriffe auf Unterkünfte am vergangenen Wochenende

2015.08.30 Premnitz Aufkleber not Welcome

Am vergangenen Wochenende wurden im Westen Brandenburgs in mehreren Städten Aktionen und Übergriffe gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte registriert. Damit setzt sich die Eskalation rassistischer Aktivitäten, die in der letzten Woche mit dem Brandanschlag auf die als Flüchtlingsnotunterkunft vorgesehene Sporthalle in Nauen einen vorläufigen Höhepunkt erreichten, weiter fort.

Falkensee (Havelland): Flaschenwürfe auf Gemeinschaftsunterkunft

In Falkensee sollen, laut Informationen der MAZ, am frühen Freitagabend zunächst Flüchtlinge beleidigt worden sein. In der Nacht zu Samstag sei es dann zusätzlich zu Flaschenwürfen auf die Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende und Flüchtlinge gekommen sein. Dabei wurden auch Parolen skandiert. Die Polizei ermittelt.

Brandenburg an der Havel: Pöbeleien an der Notunterkunft in Kirchmöser

Ebenfalls in der Nacht von Freitag zu Samstag sollen, gemäß Angaben von Flüchtlingsunterstützer_innen, mehrere Unbekannte vor der erst in der letzten Woche eingerichteten Flüchtlingsnotunterkunft im Brandenburger Ortsteil Kirchmöser Heimbewohner_innen angepöbelt haben. Es soll bei verbalen Attacken geblieben sein.

Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark): Beleidigungen und Übergriffe auf Flüchtlinge

In Bad Belzig sollen, laut Angaben des Infocafés „Der Winkel“, am Freitagabend Flüchtlinge und Mitglieder des Belziger Forum e.V. während des Belziger Altstadtsommer von Neonazis bedroht worden sein. Am Samstag sei es darüber hinaus auch zu Beleidigungen und tätlichen Angriffen auf eine Gruppe Syrer gekommen sein. Bei den Täter_innen soll es sich ebenfalls um Neonazis handeln.

Premnitz (Havelland): Propagandaaktionen und Hitlergruß

Im Stadtgebiet von Premnitz, in dem bereits im September 2013 ein Brandanschlag für die damals erst in Planung befindliche Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylsuchende verübt wurde, hatten Unbekannte am Wochenende zahlreiche Sticker mit der Aufschrift „Refugees not welcome“ angebracht. Das Material ist bei einschlägigen neonazistischen Versandhändlern erhältlich. Am frühen Sonntagmorgen soll zudem ein 21 Jähriger im Rahmen polizeilicher Maßnahmen den Hitlergruß gezeigt haben. Zumindest gegen den zur Tatzeit sturzbetrunkenen wird nun wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Potsdam: Serbische Familie angepöbelt und bedroht

Bereits am vergangenen Donnerstag war eine serbische Familie, laut Polizeiangaben, im Potsdamer Stadtteil Waldstadt von mehreren betrunkenen Männern angepöbelt und bedroht worden. Als die Männer begannen Steine aus dem Gleisbett aufzunehmen, floh die Familie und verständigte die Polizei.

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