Potsdam-Babelsberg: SV Babelsberg 03 vs Hapoel Tel Aviv FC 1:2 (Testspiel)

Titel

Nach den bisherigen Glanznummern gegen Associação Esportiva Evangélica (6:0) und Banik Most (8:0) kassierte der SV Babelsberg 03 im dritten internationalen Testspiel gegen Hapoel Tel Aviv gestern im heimischen Karl Liebknecht Stadion seine erste Niederlage. Vor 1.776 erkämpften die Nowaweser Regionalligisten aber immerhin ein respektables 1:2 gegen den israelischen Erstligisten.
Der Arbeiter_innenverein aus Israels pulsierender Metropole am Mittelmeer befindet sich gerade auf Tour durch die Bundesrepublik und wird neben dem Spiel in Babelsberg auch in Berlin-Köpenick beim 1. FC Union Berlin und in Leipzig bei der RB testen. In Israel ist nämlich in der Liga ha’Al auch gerade Sommerpause, die das Team aus dem Bloomfield-Stadion mit einem 1:0 gegen FC Ashdod eingeleitet hatte.
Doch bereits am 1. August 2015 wartet auf Hapoel im Toto Cup der Erzrivale Maccabi Tel Aviv, gegen den die Rot-Weißen zuletzt am 2. Februar 2015 mit 0:2 in der Liga sowie am 31. August 2014 im Pokal mit 0:1 unterlagen. Vielleicht auch deshalb ein Grund für Tel Avivs Arbeiter_innenclub im Land des amtierenden Weltmeisters die Herausforderung zu suchen und die Mannschaft auf Herz und Nieren zu prüfen.
Ein weiterer Anlass für die Testspiele ist übrigens auch der 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik. Diesbezüglich war gestern auch der derzeitige israelische Botschafter im Karl-Liebknecht-Stadion zu Gast.
Erfreut über dieses besondere internationale Testspiel waren letztendlich auch die Fan-Lager beider Vereine. Beide Szenen stehen für eine weltoffene und bunte Fußballkultur sowie aktive Ultra-Bewegungen. Letztgenannte knüpften gestern mit entsprechenden Transparenten beispielsweise an die Solidaritätskampagne „Free Valentin“ an.
Höhepunkt der Fan-Aktivitäten gestern war jedoch einmal mehr der massive Einsatz von Rauch und Pyrotechnik auf Babelsberger Seite. Dort hatten die Ultras die gesamte Nordkurve in weiß-blauen Rauch getaucht und zusätzlich ein paar Raketen sowie Bengalfackeln gezündet. Die Aktion hielt sich allerdings im Rahmen. Weder Rauch noch Pyrotechnik beeinträchtigten das Spiel.
Letztendlich gut so, denn die Begegnung war sehr sehenswert. Hapoel trat von Anfang an stark und körperbetont auf, suchte die schnelle Entscheidung im Führungstor. Dies fiel dann tatsächlich auch recht zeitig, nämlich in der 7. Minute. Jetzt war Babelsberg wach. Und während sich die Gäste aus dem heiligen Land zunächst mit ihrem knappen Vorsprung zu frieden gaben, wurden die heimischen Nowaweser stärker. Die vergaben allerdings mehrere gute Chancen zum Anschlusstreffer. So setzte dann vor allem Hapoel die Akzente und machte mit dem 0:2 in der 84. Minute alles klar. Doch Babelsberg kämpfte weiter, wollte wenigstens ein großes Ausrufezeichen gegen den überlegenden Erstligisten aus Israel setzen.
In der 89. Minute war es dann soweit. Babelsberg versenkte den Ball schließlich doch noch im Tor von Tel Aviv. Mehr gelang allerdings nicht. Dennoch bleibt das 1:2 ein respektables und zufriedenstellendes Ergebnis.

Fotos: hier

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